Wie gehts' dem Sempachersee?

Einblicke in die Umweltgeschichte eines Sees

Emotionale Abstimmungen zur zukünftigen Schweizer Landwirtschaftspolitik und dem Einsatz von Pestiziden liegen hinter uns. Noch weiter hinter uns, genauer gesagt 50 Jahre, liegen die ersten Schritte zur Rettung des Sempachersees. Ein Blick ins SRF Archiv zeigt, wie sich die Bauern in unserer Region im Laufe der Zeit den strengeren ökologischen Richtlinen anpassen mussten.

Der Sempachersee war immer ein artenreicher und grossser Felchen-See.
1806 bis 1808 erfolgt die Tieferlegung des Sempachersees zur Gewinnung von Kulturland. In den Folgejahren steigt der Phosphorgehalt im See. Die von Fischern ausgesetzte Jungbrut überlebt nicht. Sie hat zu wenig Sauerstoff. Auch weil der Sempachersee nur kleine Zuflüsse hat und die Erneuerung des Wassers bis zu 15 Jahren dauert. Ab 1950 wurde der See durch die Einleitung von ungereinigten Abwässern und ab 1965 zusätzlich durch intensive Landwirtschaft mit hohen Tierbeständen mit Phosphor überdüngt.

«Meh läbt ganz Johr e dä Hoffnig. Dä nöchst Tag esch besser», Erwin Arnold, Fischer

Die Stadt Sursee erlässt ein Düngeverbot im ehemaligen Seegebiet und erhebt Düngevorschriften im Endmoräne-Hügelbereich. Die Bauern müssen ihren Tierbestand reduzieren und ihre Einkommenseinbussen von 30 % werden durch den Kanton gedeckt. 1984 erfolgt die künstliche Belüftung. Ein Blick zurück in die Geschichte des Sempachersees.

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1978: Portrait Erwin Arnold, Fischer, Sursee:

1986: Düngeverbot am Sempachersee

1994: Bilanz Seebelüftung

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