Wo dürfen Hunde baden?

Privatinitiative fordert Ort für fixen Badeplatz am Sempachersee

Nicht überall werden die Hündeler und ihre Vierbeiner geduldet. Über die gelegentlichen Konfrontationen bei der Sure im Ehret Park Sursee haben wir berichtet. Jetzt hat Beni Kottmann eine öffentliche Gruppe gestartet, die einen fixen Hundebadeplatz neben dem Seepärkli Schenkon auf dem Stein-Inseli vorschlägt.

«Hallo zusammen! Viele von uns haben genug von Leinenpflicht & Verboten am Sempachersee. Wir haben eine neue Gruppe gestartet für einen offiziellen Hundebadeplatz an der Steiniseli in Schenkon. Wer macht mit und unterschreibt?» So startet der Aufruf auf Facebook von Beni Kottmann. Auch die ersten Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten:

«Der Platz ist perfekt dafür geeignet!», findet eine Userin. «Einen Hundebadeplatz würde ich sehr begrüssen. Es wäre im Gegenzug vielleicht auch nicht schlecht würden sich Hunde Halter an die Regeln halten. Habe selber zwei Hunde und rege mich über rücksichtslose Halter immer wieder auf.» Auch erste Gegner haben sich gemeldet: «Noch mehr Hunde bei uns in Schenkon?»

Was ist deine Meinung? Schreib sie uns auf info@trechter.ch

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Die eingegangenen Wortmeldungen

Luzian Dominik Schöpfer:
Dieser Platz ist bei Hundehaltern bereits sehr beliebt, es gilt Leinen Pflicht diese wird nicht eingehalten. Mich stört es weniger andere mehr.

Elisabeth Grossen:
Wenn die Hinterlassenschaften liegen bleiben das ist mühsam stinkt und grusig!

Roli Steger:
Danke, dass dieses Thema wieder mal seinen berechtigten Platz findet. Es gibt nicht viele Plätze, an denen man mit dem Hund ungestört verweilen kann. Schon vor Jahren waren wir mit unseren Hunden beim Steininseli baden. Dieser Platz hat für Hund und Besitzer gepasst. Doch die zahlreichen Besuchenden vom Gemeindeplatz haben sich mittlerweile auf das Steininseli ausgeweitet. Zum Leidwesen der Hunde in der Umgebung. Ja, ich finde schon, dass unsere Hunde auch einen Platz am See haben dürfen. Doch auch bei diesem Thema ist der Mensch schlussendlich sich am nächsten, respektive sehr egoistisch unterwegs. Die Hoffnung auf ein gesundes miteinander, stirbt aber zuletzt.

Uschi Häfliger:
Ich bin selber Hundebesitzerin, kann diesem Ort aber nicht zustimmen. Leider stelle ich fest, dass viele Hundebesitzer ihre Vierbeiner frei laufen lassen. Die Matte oberhalb des Platzes wird für die Landwirtschaft genutzt. Hundekot der herumtobenden Hunde auch richtig entsorgt wird, ist fraglich. Ich finde es für die Anwohner neben dem Platz eine Zumutung. Da es im Seepark einen anderen Einstieg beim Steg gibt, folgt das nächste Problem. Die Badi Schenkon und der neue Einstieg beim Seepark sind beide zu nahe. Es gibt zu viele Hundehalter, die sich nicht an die Regeln halten. Kot aufnehmen, Hunde an der Leine führen, Velofahrer, Autos sind für die Fussgänger im Sommer eine wirklich grosse Herausforderung.

Joke Schoon:
Ich begrüsse diese Initiative sehr. Wir Hundehalter/Innen zahlen Hundesteuer, die meisten halten sich an den Regeln und nehmen sehr wohl Rücksicht auf Natur und auf die anderen Verkehrsteilnehmer/Innen, dann darf auch mal etwas für uns bzw. unsere vierbeinigen Familienmitgliedern gemacht werden. Denn mit immer mehr Leuten, die sich rundum den Sempachersee Erholung suchen, gibt es immer weniger Toleranz für Hunde - egal, ob der Halter sich an die Vorschriften hält. Auf den Wanderwegen und Trottoirs rasen Velo- oder besser gesagt, E-Bikefahrer/Innen links und rechts vorbei, manche nehmen Rücksicht und etwas Gas zurück, viele aber melden sich gar nicht, oder zu spät, manche beschimpfen dich noch dazu, oder gehen gar so weit, dich im vorbeifahren anzustossen! Die neue Situation mit dem "gelenkten Velo/Bike/Wander/Sonstiges Verkehr" macht Hunde- sowie Nicht-Hundespaziergänge auch nicht gerade einfacher, wird der Radverkehr v.A. zwischen Schenkon und Sempach grösstenteils gerade über die Wanderwege gelenkt.

Zu Allen, die sich manchmal ärgern oder sogar meinen, sich agressiv verhalten zu müssen, wenn es um Hunde geht, möchte ich sagen: der Hund ist für viele Menschen der beste Freund und ein wichtiges Familienmitglied, erleichtert das Leben (manchmal auch wortwörtlich), bringt Menschen dazu, spazieren zu gehen und Leute zu treffen, spendet Freude und Liebe, ist gut für die psychische und physische Gesundheit. Und das alles schon seit Jahrtausenden. Er gehört zu uns, zu unserer Gesellschaft. Und er darf auch mal springen und spielen in den Monaten und Situationen, wo keine Leinenpflicht besteht (und ja, die gibt es!). Habt bitte etwas mehr Verständnis; auch dafür, dass ich keine Augen im Hinterkopf habe. Leben, und leben lassen, bitte.
 
Ein Hunde-Badeplatz allein wird die zunehmende Intoleranz nicht lösen, aber mehr Situationen, wo Hunde(spazier)verkehr getrennt wird von Velo-/E-Bikeverkehr, sind zu begrüssen. Also JA zum Hunde-Badeplatz.
 

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