Wie heizt mein Nachbar?

Neue Funktion im kantonalen Geoportal

Erneuerbare Energien werden zur Deckung unseres Energiebedarfs immer wichtiger. Neue Anwendungen im kantonalen Geoportal zeigen nun, wie die Wohngebäude im Kanton Luzern beheizt werden: Welcher Energieträger wird eingesetzt und wie hoch ist der Wärmebedarf? Welches erneuerbare Heizungssystem kann in einem bestimmten Gebiet eingesetzt werden? Solche und weitere Fragen beantworten die Fachanwendung «Energie-GIS» und die Webkarte «Energiequelle Heizungen». Die Anwendungen bilden eine wichtige Grundlage für «Netto-null 2050»-kompatible Energieplanungen.

Mit der Energiestrategie 2050 des Bundes sollen der Energieverbrauch gesenkt, die Energieeffizienz erhöht und erneuerbare Energien gestärkt werden. Der Kanton Luzern zeigt im Planungsbericht Klima und Energie, in welche strategische Richtung es in diesen Bereichen gehen soll. Denn das vom Kantonsrat festgelegte Klimaschutzziel heisst: «Netto null Treibhausgasemissionen bis 2050». Der Gebäudepark des Kantons Luzern umfasst gemäss der Gebäude- und Wohnstatistik des Bundesamtes für Statistik rund 68'000 Gebäude, wovon ungefähr die Hälfte noch mit einer Öl- und Gasheizung beheizt werden. Insgesamt kommt ein Viertel der Treibhausgasemissionen aus dem Gebäudebereich. Um den Energieverbrauch der Gebäude zu analysieren und den CO2-Ausstoss des Gebäudeparks zu senken, erarbeitet der Kanton Luzern zur Unterstützung von Gemeinden, Planungsbüros und Werkbetreibern verschiedene Hilfsmittel. Dazu zählen die neu publizierten Anwendungen im kantonalen Geoportal: die Fachanwendung «Energie-GIS» und die Webkarte «Energiequelle Heizungen».

Webkarte «Energiequelle Heizungen»
Die Webkarte «Energiequelle Heizungen» richtet sich an die breite Öffentlichkeit und zeigt für jedes beheizte Wohngebäude die Wärmeerzeugung – unterteilt in «erneuerbar» und «nicht erneuerbar». Die Daten stammen aus dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Diese sind jedoch je nach Gemeinde unterschiedlich aktuell. Allfällige nicht erfasste Neuerungen können direkt in der Anwendung gemeldet werden, damit das Register laufend verbessert werden kann.

Fachanwendung «Energie-GIS»
Das «Energie-GIS» – GIS steht für Geoinformationssystem – ist ein umfassendes Tool für Fachpersonen, welches eine Analyse raumrelevanter Gebäudeenergiedaten ermöglicht. Neben der Energiequelle der Heizungen zeigt das «Energie-GIS» den modellierten Heizwärmebedarf und die modellierten CO2-Emissionen der Wohngebäude. Ausserdem werden Informationen zum Energieangebot beispielsweise der Erdwärmenutzung visualisiert. Durch die Verknüpfung von Energiebedarf und Energieangebot liefert das «Energie-GIS» die Grundlagen für eine kommunale Energieplanung sowie für die Planung von Wärmeverbünden.

Kommunale Energieplanung
Das Erstellen von «Netto null 2050»-kompatiblen Energieplanungen ist eine Massnahme aus dem Planungsbericht Klima- und Energie. Eine solche Planung umfasst die Wärme-/Kälteversorgung von Gebäuden, die Produktion erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Dies bedingt eine räumliche Abstimmung, die auf Basis der Daten aus dem neuen «Energie-GIS» vorgenommen werden kann.

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» Webkarte Energiequelle Heizungen

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