Wer ist eigentlich... Papa Poller?
10 Fragen an den bekanntesten Surseer

Name: Papa Poller
Geburtsdatum: Wiedergeboren Ende Mai 2025
Beruf: Verkehrslotse im Einsatz als Pflock, Warner, Leuchter und Aufersteher
Wohnort: Oberer Graben, Sursee
Zivilstand: Verheiratet, vier Kinder
Hobbies: Blechmusik, Autosport, Leuchtshows
Lebensmotto: Fällst du sieben mal hin, so steh achtmal auf
1. Wer ist eigentlich Papa Poller?
Ich bin ein versenkbares Verkehrshindernis und wohne zusammen mit meiner Frau Pollina und unseren vier Kindern am Oberer Graben in Sursee. Die Menschen und deren Sicherheit liegen mir am Herzen. Deshalb habe ich mich nach der Poller-Schule auch aktiv in der Poller-Gewerkschaft und für die Sensibilisierung der Bevölkerung eingesetzt. In heiklen Situationen bleibe ich ruhig, blinke und stecke Rückschläge weg. Kollegen beschreiben mich als Stehaufmännchen.
2. Was sind deine Stärken?
Abtauchen und schnell wieder auftauchen. Zudem verfüge ich über eine hohe Resilienz. Dies hat mir auch die Stadt Sursee bestätigt. Ich bin sehr gesellig und treffe mich mit Autofahrenden zum «Bläch verzelle». In letzter Zeit war ich hierfür aber zu beschäftigt.
3. Was sind deine Schwächen?
Bin ich mal am Boden, braucht es einen Moment, bis ich wieder voll funktionsfähig bin und wir auch in der Poller-Familie als Ganzes wieder funktionieren. Nach einem solchen Tiefschlag brauche ich immer etwas Zeit für mich. Dann schraube ich in meiner Werkstatt an einem neuen Leucht- und Warnsignal. Eine Passion von mir.
5. Was sind deine aktuell grössten Herausforderungen?
Meine Frau hat sich ein neues Kleid gewünscht. Diesen Wunsch konnte ich ihr bis anhin nicht ermöglichen, da es auch am Valentinstag nicht «geklöpft» hat. Ich bin aber zuversichtlich, dass es mit den Konzerten in der Stadthalle wieder vermehrt zu Verkehr kommt und ich ihr bald ein neues Outfit schenken darf.
6. Was gefällt dir besonders in der Region?
Die Vielfalt an Leuten und Autofahrenden. Sursee ist ein Meltingpot von verschiedenen Kulturen. Es ist immer was los im Städtli Sursee. Das zieht auch viele Nicht-Ortskundige an. Diesen begegne ich oft in meiner täglichen Arbeit und muss ihnen Grenzen setzen. Freude habe ich auch am regen ÖV-Betrieb am Oberer Graben. Nach Arbeitschluss treffe ich mich regelmässig mit den Buschauffeuren auf ein Poller-Bier. Dass sie danach noch nach Hause fahren, birgt dann und wann ein zusätzliches Risiko für unsere Poller-Familie.
7. Was möchtest du ändern?
Das Verständnis gegenüber uns Pollern ist in der Bevölkerung nicht überall vorhanden. Das finde ich schade. Die Stadt Sursee sollten vermehrt auf die schwierige Situation von uns Pollern hinweisen. Wir sind bemüht, uns in der Gesellschaft zu integrieren, hart zu arbeiten und Positives zu bewirken. Wir wollen besser akzeptiert werden, deshalb habe ich für unsere Familie ein Einbürgerungsgesuch gestellt. Wer weiss, vielleicht finden dann noch mehr Poller nach Sursee. Konkret ändern möchte ich zudem meine Position in unserer Familie. Meine Frau steht gegenüber auf der andere Poller-Seite. Wir treffen uns nie und können uns nur zuwinken.
8. Dein Lieblingslied?
Peter Maffay: «Über sieben Brücken musst du gehn». Bei diesem Lied tanke ich auf und gewinne neue Energie für meine Arbeit.
9. Ein Internet-Link zu einem Video oder etwas Wichtigem für mich?
Wer mehr über unsere Familiengeschichte erfahren möchte, findet auf dieser Website mehr dazu.
10. Diese Person in der Region möchte ich folgendes fragen?
Marius Pfulg, Geschäftsleiter Alterszentrum Sursee: «Ist mit der Alterung der Gesellschaft und den neuen Alterswohnungen in der Nachbarschaft in Zukunft mit noch mehr rüstigen Fussgängern zu rechnen, die von uns betreut werden sollen?»
