Sursee wird schöner?

Neue Nutzungsstrategie für Altstadt und Stadtachse

Die Nutzungsstrategie für Altstadt und Stadtachse ist fertig. Auf die Initiative des autofreien Städtlis, die Testphase mit «Sandkasten, Bänkli und Bühne» folgen nun drei Stossrichtungen für Massnahmen. Von 2026 bis 2029 sollen diese umgesetzt werden, wie es in der Mitteilung heisst.

Von der Strategie zu den Massnahmen
Mit der Umsetzungsplanung 2026–2029 legt die Stadt Sursee fest, welche Themen in den kommenden vier Jahren prioritär bearbeitet werden. Weitere Inhalte der Nutzungsstrategie fliessen in übergeordnete Planungen ein, werden jedoch nicht als Schwerpunkte definiert. Die Umsetzung erfolgt koordiniert und im Rahmen der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Die Priorisierung und Realisierung einzelner Massnahmen geschieht über den ordentlichen Budgetprozess der Stadt Sursee. Die Nutzungsstrategie gibt eine Aussensicht wieder und enthält Empfehlungen. Sie definiert drei übergeordnete Stossrichtungen mit zugehörigen Massnahmenfeldern.

Tönt alles noch etwas blumig, finden wir. Wo viele mitreden, entsteht selten Bahnbrechendes. Wir helfen und machen kreative Vorschläge. Und starten mit der Situationsanalyse.

KEINE ODE AN SURSEE
«Liebes Sursee, du zweites Zentrum im Kanton Luzern. Du wächst und bist grad so unharmonisch und unausgeglichen. Du bist mitten in der Pubertät angekommen. Du wandelst dich vom ländlichen Städtli zur Stadt. Von der pulsierenden Altstadt zum Bahnhof macht sich ein Graben auf. Nicht nur bei deinen Baustellen. Zwei Gebiete einer Stadt in unterschiedlichen Zeiten entstanden. Zwei verschiedene Welten. In den Gaststätten des Städtli das Leben. Von der Altstadt bis zum Bahnhof die grosse Leere. Der Weg zum Bahnhof eine staubtrockene Betonwüste. Wenn du doch in die Höhe baust, bau doch gleich höher! Du hast grad Akne und merkst es nicht.

Was bringt deine städtische, erwachsene Zukunft? Ein autofreies Städtli? Eine Flaniermeile zum Bahnhof, ein «Boulevard rue de la gare»? Rausstuhlen. Beleben. Begrünen. Das wäre doch auch städtischer. Die graue Lücke füllen von der Altstadt bis zum Bahnhof. Den See im Namen tragend, ist der Triechter weit entfernt und nicht gelebt. Sursee, du wächst und stösst an deine Grenzen. In die Altstadthäuser und die letzten Landreserven investieren auswertige Investoren. Den Preis des Wachstums zahlst du. Wie tickt dein Herz? Was ist deine Identität? Nah am Wasser gebaut und nicht (mehr) mit allem vertraut.»

Darf es etwas kreativ sein? Den Martignyplatz als Fläche begrünen. Mit ausrollbarem Rasenteppich, als zeitlich befristete Bodenbemalung oder ganz praktisch mit modularen Gras-Langbänken, die als Raumtrenner und Sitzplatzfläche situativ einsetzbar sind.

Baustellen und Wartezeiten verschönern
Baustellen und Verkehrsbehinderungen gehören zum Erscheinungsbild der nächsten zehn Jahre. Wir helfen mit die Wartezeiten im Alltagsverkehr zu verschönern und die Baustellen optisch aufzuwerten.

Baustellen-Blachen mit den Schönheiten von Sursee an unschönen Orten.

Neue Verkehrslösungen erarbeitenNeues Gondelprojekt für Sursee: Über den Dächern gibt es weniger Verkehr.

Bestehendes Aufenthalts-Potential besser nutzen
Einrichtung einer fixen Buvette während den Sommermonaten auf dem Hans-Küng-Platz. Da gibt es sicherlich noch weitere geeignete Plätze in Sursee. Ganz ohne Autoverkehr. (Bild: GRS)

hans küng platz

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