Stand up Paddeling und die Tiere

So nimmst du Rücksicht auf Wasservögel und Wildtiere

Das Stand Up Paddeln wird immer beliebter – gerade während der Sommerferien. Weil die Sportart oft in Flachwasserzonen und Uferbereichen ausgeübt wird, gelangen Menschen in bisher noch wenig berührte Gebiete. Stand Up Paddeln kann jedoch Wasservögel und andere Wildtiere empfindlich stören, auch wenn die Sportart leise und bedächtig ausgeübt. Am Sempachersee weisen Tafeln auf die Schutzgebiete und die Regeln für Paddelnde und sämtliche weiteren Wassersportler hin.
 
Weil die Sportart nahezu geräuschlos ist, wird das Störpotenzial für Tiere unterschätzt. Insbesondere Wasservögel nehmen jedoch die Silhouette und die Bewegungen von Paddelnden als Bedrohung wahr. Sie können bereits auf einen einzelnen Paddler in mehreren Hundert Metern Abstand mit Flucht reagieren. Das kostet Energie und kann zum Beispiel ihren Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen.
 
Paddelnde sollen sich informieren
Die Schweizerische Vogelwarte hat gemeinsam mit dem Schweizerischen Kanu-Verband, Pro Natura, der Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz und dem Bundesamt für Umwelt BAFU Empfehlungen erarbeitet, wie Paddelnde ihre Störungen reduzieren und so den Stress für die Tiere verringern können. Besonders wichtig ist, dass sich die Sportler vorher informieren, wo Ein- und Auswasserstellen liegen und wo am entsprechenden Gewässer Schutzgebiete bestehen.
 
Tafeln sensibilisieren am Sempachersee
Am Sempachersee hat der Kanton Ende Juni 2020 Tafeln aufgestellt, um die Stand Up Paddler und alle weiteren Wassersportler für die Natur zu sensibilisieren. Aber auch an allen anderen Gewässern sollen die Wassersportler die Regeln einhalten und Rücksicht nehmen, um die Störungen so gering wie möglich zu halten. Sie verringern so den Stress für Wasservögel und andere Wildtiere. Eine intakte Natur macht letztlich das Erlebnis am See erst vollkommen.

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