Spital Sursee neu denken

Alternative Nutzung statt Abbruch?

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Die Planung des Spitalneubaus in Schenkon läuft. Doch, was geschieht mit dem alten in Sursee? SP, Grüne und GLP plädieren zusätzlich für die Prüfung einer alternativen Nutzung ohne Abbruch. Das wäre nachhaltiger. In der Juni-Session kam es zur Abstimmung.

Das Postulat von Sara Muff (SP) zur Schaffung von günstigem Wohraum wurde von der Regierung zwar als prüfenswert eingestuft, doch als verfrüht erachtet. Die Mehrheit des Kantonsrats sah die Gemeindeautonomie in Gefahr und lehnte das Postulat in der anschliessenden Abstimmung mit 72 zu 38 Stimmen ab. 

Spital-Umnutzungen als neuer Trend der Nachhaltigkeit und Wohnungsnot?
Wie unter anderem eine Umnutzung von Spitälern geht, zeigt ein aktueller NZZ-Bericht. Als Beispiel genannt wird dabei die Rennbahnklinik, neu als Wohnkomplex, und das Felix-Platter-Spital in Basel. Letzteres Gebäude stammt aus dem Jahr 1967 und ist heute ein Wohngebäude mit 135 Wohnungen und Gewerberäumen. In der Zentralschweiz gibt es die Beispiele von Zug und Altdorf. In Zug wurden in den Gebäuden des alten Spitals verschiedene Zwischennutzungen untergebracht. In Altdorf regt sich Widerstand gegen den Abbruch des alten Kantonsspitals. Diverse Architektenvereinigungen und der Heimatschutz verlangen eine Umnutzung nach dem Vorbild von Basel. Schweizweit planen in den nächsten Jahren fast 70 Spitäler Neu- oder Erweiterungsbauten (Quelle: Gesundheitsportal Medinside). Die Stadt Zürich wollte die Personalhäuser des Stadtspitals Triemli abreissen, hat dieses Vorhaben aber nach Protesten vertagt. In Baden dauert ein ähnlicher Streit noch an.

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» Zum NZZ-Bericht...

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