Sempach: Neugestaltung Seeufer
Grünes Licht für die favorisierte Lösung zwischen Vogelwarte und Seeclub
Nach gut eineinhalb Jahren Planungsarbeit und intensivem Dialog liegt eine breit abgestützte Lösungskombination für die Neugestaltung des Seeufers bei Sempach vor. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause stimmte ihr der Stadtrat zu, bereits zuvor war das Echo aus den beiden Begleitgremien und der Bevölkerung äusserst positiv. Diese Lösungskombination wird bis Ende 2026 zu einem Vorprojekt weiterentwickelt. Im Frühling 2027 wird die Sempacher Bevölkerung über die Neugestaltung detailliert informiert. Der aktuelle Stand ist auf der Projektwebseite einsehbar.
Das Seeufer bei der Stadt Sempach ist sehr beliebt bei Einheimischen und Gästen. Das hohe Besucheraufkommen führt zu Konflikten zwischen den Bedürfnissen des Naturschutzes und jenen der Erholungssuchenden. Hinzu kommt, dass aufgrund des Wellengangs und verschiedener Hochwasser entlang vom Seeufer Schäden entstanden sind. Nun plant der Kanton Luzern gemeinsam mit der Stadt Sempach, das Seeufer bei Sempach für Mensch und Natur aufzuwerten. Dazu soll der Abschnitt vom Seewasserwerk bis zum Seeclub betrachtet und neu gestaltet werden. So sollen die Ansprüche der Erholungssuchenden mit jenen des Naturschutzes in Einklang gebracht werden, damit in Zukunft beides gebührend Platz hat.
Lösungssuche mit engem Einbezug der Sempacher Bevölkerung
«In Sempach laufen zurzeit viele Entwicklungsprojekte, viele mit Einbezug der Bevölkerung. Uns ist wichtig, dass sich auch beim Seeufer alle einbringen können. Natürlich setzt der Naturschutz klare Rahmenbedingungen. Doch wir sind überzeugt, dass wir gute Lösungen für Mensch und Natur finden werden», so Marcel Hurschler, der als Verantwortlicher des Ressorts Raum, Umwelt und Energie seitens Stadtrat für das Vorhaben zuständig ist. Im Januar 2025 lancierten Stadt und Kanton die Ausschreibung für eine «Begleitgruppe Bevölkerung». Diese Gruppe reflektierte aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer die Arbeit des Planungsteams und lieferte einen Stimmungsbarometer zur Tauglichkeit der Vorschläge. Die Rückmeldungen aus dieser Gruppe wurden vom interdisziplinären Planungsteam – Wasserbau, Ökologie und Landschaftsarchitektur – zusammen mit jenen einer Fachbegleitung verarbeitet, bevor die Projektgrundlagen und Lösungsansätze an öffentlichen Workshops der ganzen Bevölkerung unterbreitet werden.
Umsetzung ab 2029 geplant
Bereits im September 2026 wird zwischen Vogelwarte und Seeclub die Bodenbeschaffenheit des Seeufers und des Seegrunds untersucht. Mit einem kleinen Bagger werden an verschiedenen Stellen Gruben ausgehoben und der Bodenaufbau dokumentiert. An fünf Standorten werden zudem tieferliegende Schichten untersucht. Diese Arbeiten erfolgen am Ufer mit einem Mess-Lastwagen, an drei weiteren Standorten im See selber. Sie finden im September statt und dienen für die verlässliche Planung und Kostenschätzung der künftigen Neugestaltung des Seeufers.
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