Parkplatz am See in Eich

Rückbau erhitzt die Gemüter

Ein bei Badegästen und Stand up Paddlern beliebter Parkplatz ist verschwunden. Der Halteplatz zwischen Eich und Schenkon wurde vom Zentras zurückgebaut. Zu gefährlich und zu hoch sei das Müllaufkommen. Auf Social Media hat dies einige Reaktonen ausgelöst. Dies sei eine bequemene Lösung gewesen, um den Autoverkehr und die Badegäste zu reduzieren.

So lautet die offizielle Begründung
Der Parkplatz bei der Ausweichstelle zwischen Eich und Schenkon wurde insbesondere während der Sommermonate rege genutzt. Das Grundstück befindet sich im Eigentum des Kantons Luzern. Der Parkplatz wurde ursprünglich für den betrieblichen Unterhalt der Nationalstrassen erstellt. Da diese Nutzung heute nicht mehr erforderlich ist und um gefährlichen Parkierungssituationen, einer übermässigen Frequentierung sowie dem erhöhten Müllaufkommen nachhaltig entgegenzuwirken, hat das Zentras entschieden, den Parkplatz zurückzubauen. Als Alternative steht in Fahrtrichtung Schenkon in einer Entfernung von rund 600 Metern ein öffentlicher Parkplatz zur Verfügung. 

Die Reaktionen auf Social Media
Amiro Stucki fordert in seinem Post Klartext statt Amtsdeutsch: «Die offizielle Begründung mit «ursprünglich für den betrieblichen Unterhalt der Nationalstrassen erstellt und heute nicht mehr nötig» ist eine Ausrede. Der Parkplatz wurde rege genutzt – vor allem im Sommer von Leuten, die ans Wasser wollten. Genau das war offenbar zu viel. Statt die Situation zu regeln (Gebühren, Beschränkung, bessere Lenkung), wird der Platz einfach plattgemacht und als «nicht mehr erforderlich» verkauft. Eigentum Kanton, Rückbau durch Zentras – technisch korrekt, inhaltlich durchsichtig. Die 600 Meter entfernte Alternative ändert nichts daran, dass man hier bewusst eine bequeme Möglichkeit wegnimmt, um den Autoverkehr und die Badegäste zu reduzieren. Kurze Version: Man wollte den Parkplatz loswerden.»

Bild: Amiro Stucki

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