Luzerner Fangewalt
Keine Identitätskontrollen an Spielen
Der Luzerner Kantonsrat hat am ersten Tag der März-Session die Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» abgelehnt. Das letzte Wort hat das Stimmvolk bei einer Doppelabstimmung.
Der Kantonsrat setzt bei der Verhinderung von Gewalt rund um Fussballspiele auf den «Luzerner Weg» mit verbindlichen Auflagen an den FC Luzern, polizeilichen Massnahmen sowie Dialog und Prävention. Er unterstützt den Gegenentwurf zur Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» (B 74) der Mitte-Partei. Die Initiative dagegen wird abgelehnt, weil sie wenig zielführend sei. Sie verlangt unter anderem Identitätskontrollen. Dies erachtet die Mehrheit des Kantonsrates als nutzlos, da Daten von Matchbesucherinnen und -besuchern nicht gespeichert werden dürfen.
Der Gegenvorschlag sieht vor, einige bestehende Massnahmen gesetzlich zu verankern. Dazu gehören die Videoüberwachung durch die Luzerner Polizei bei Fanmärschen und beim Stadioneinlass, Einzelbewilligungen von Risikospielen und Bewilligungsauflagen für Veranstalter.
