Lichtstrahlen am Nachthimmel

Das Rätsel ist gelöst

Kein Lusbueben-Streich, kein Skybeamer, sondern pure Leidenschaft für das Licht. Das Rätsel um die mysteriösen Lichtstrahlen über dem Sempachersee ist gelöst. Eine Gruppe Sempacher-Kollegen hat vor einigen Jahren von der Gesellschaft zum Lichtbogen, Luzern die ehemaligen Flak-Scheinwerfer übernommen. Diese dienten im zweiten Weltkrieg dazu, den Luftraum zu überwachen und wurden im Jahre 1992 ausgemustert. Anstatt das militärhistorische Relikt wegzuwerfen, setzt sich die Truppe mit viel Aufwand für den Erhalt und den gelegentlichen Einsatz ein.

So auch am 27. Juli und am 1. August. Mit allen nötigen Ausnahmebewilligungen und Rücksicht auf Flugbetrieb von Vögeln und Flugzeugen. Gemäss Gruppenmitglied Peter Helfenstein, er hat sich bei uns gemeldet, gab es auch einige vom Licht angezogene Interessierte, die dem Strahler, unter anderem von Seewen, bis nach Sempach gefolgt sind. Ein nächster Einsatz ist noch nicht geplant, müssen doch die Lichtbogen-Lampe und der Motor mühsam auf einen Anhänger in Position gebracht werden. Die Lampe wiegt 4 Tonnen, der Motor 3.5 Tonnen. Alles klar! So haben wir nun Licht ins Dunkel gebracht.

Was in der Schweiz für Skybeamer gilt
Im Jahre 2006 hat sich der Bundesrat gegen ein schweizweites Verbot von Himmelsstrahlern oder sogenannten Skybeamern ausgesprochen. Die Kantone sind jedoch befähigt, solche auszusprechen. Hier gehts zur Stellungnahme. Im Kanton Luzern sind Skybeamer verboten und werden zur Anzeige gebracht. Siehe Mitteilung aus dem Jahr 2024.

Titelbild: Doris Kirchhofer
Weitere Bilder: Peter Helfenstein, Louanne Rogger

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  • Der Lichstrahl zusammen mit dem 1. August-Feuer auf dem Eichberg. Bild: Doris Kirchhofer

  • Die Lichter vom Sörenberg aus gesehen.

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