Karges Gamma-Inseli
Schwarzerlen und Schwarzpappeln ersetzen abgestorbene Eichen
Der schlechte Zustand der Bäume auf dem Gamma-Inseli war bekannt. Nach einer Analyse hat die Korporation Sursee nun reagiert. Das Forstteam hat Pflege- und Aufforstungsarbeiten ausgeführt. Unter anderem wurden zwei Schwarzerlen und zwei Schwarzpappeln gepflanzt. Das detaillierte Update findest du weiter unten in diesem Text.
Bild: Susanne Stöckli
Wie hat die Korporation Sursee reagiert?
Wir haben nachgefragt: «Im Jahr 2019 mussten auf dem Gamma Inseli vier dürre Bäume durch uns gefällt werden, es handelte sich um alte und kranke Bäume. Als Ersatz wurden drei Eichen gepflanzt, welche durch das Hochwasser 2021 abgestorben sind. Das Hochwasser hatte ausserdem zur Folge, dass zehn weitere Bäume abgestorben sind. Nach Absprache mit den zuständigen Stellen beim Kanton, der Vogelwarte und Pro Sempachersee wurden davon 2022 vier Bäume gefällt und der Rest als Totholz stehen gelassen.
Wir haben als Ersatz fünf Bäume und Sträucher gepflanzt. Seither haben wir keine Massnahmen mehr durchgeführt, die Bäume und Sträucher brauchen Zeit zum wachsen. Ein erneuter Kontrollgang unsererseits ist im Sommer geplant, da werden die Schäden des letzten Hochwassers begutachtet und, wieder in Absprache mit den zuständigen Stellen, Massnahmen eingeleitet. Das wiederholte Hochwasser hinterlässt sichtbare Spuren und wir können diese nur bedingt beseitigen. Auch uns macht der Anblick des «kahlen» Inselis betroffen und traurig, so lange die Ursache des Hochwassers nicht bekämpft wird, sind unsere Bemühungen aber leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein.»
Umgesetze Massnahmen Ende Juli 2025
Das Forstteam der Korporation Sursee hat folgende Pflege- und Aufforstungsarbeiten auf dem Gammainseli ausgeführt:
- Pflanzung von Bäumen, zwei Schwarzpappel und zwei Schwarzerlen
- Reparaturarbeiten am Steg
- Kontrolle und Pflege der grossen Bäume
- Kontrolle und Pflege der Bäumchen, die im November 2021 gepflanzt wurden
- Fällung einer dürren Esche welche eine Gefahr für den Steg darstellte
- Abfall zusammen genommen
- Weg durch das Inseli freigehauen für Unterhaltarbeiten (Betreten des Naturschutzgebietes ist untersagt)
Kanton Luzern plant zusätzliche Massnahmen zur Reduktion des Phosphors
Wie die Dienststelle Umwelt & Energie in einer aktuellen Mitteilung schreibt, hat sich der Zustand des Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersees seit den 1980 Jahren deutlich verbessert. Die Phosphorkonzentration der Mittellandseen konnte mit verschiedenen Massnahmen in der Landwirtschaft und in der Siedlungsentwässerung verringert werden. Dennoch ist die Wasserqualität der Seen noch immer ungenügend (Zustandsbericht Mittellandseen, Ausgabe 2025, uwe & AfU). Damit die Seen langfristig gesunden können und die bisherigen Erfolge nicht gefährdet werden, müssen die zur Sanierung der Seen getroffenen Massnahmen weitergeführt werden.
Aus den Siedlungen gelangt Phosphor in geringeren Mengen mit gereinigtem Abwasser aus den Kläranlagen und über Regenentlastungen in die Seen. Zur weiteren Reduktion der Phosphoreinträge aus der Siedlungsentwässerung identifiziert der Kanton Luzern in Zusammenarbeit mit den Gemeinden in einem neuen Projekt die grössten Einleitquellen von Phosphor aus Regenentlastungen. Auf dieser Grundlage wird der Handlungsbedarf bei diesen Einleitstellen der Siedlungsentwässerung in die Gewässer ausgewiesen. Geeignete Massnahmen zur Reduktion der Phosphoreinträge werden geprüft, ein entsprechender Massnahmenplan wird bis 2027 erarbeitet. Die Umsetzung der Massnahmen zur Reduktion des Phosphoreintrags aus der Siedlungsentwässerung liegt in der Zuständigkeit der Gemeinden. Um die Phosphoreinträge aus der Landwirtschaft in die Seen zu reduzieren, werden Massnahmen im Rahmen des Phosphorprojekts bzw. der Phosphorverordnung getroffen.
» So ist das Gamma-Inseli entstanden...
Gamma-Inseli im Mai 2025. Bild von Livio Arnold.

Gamma-Inseli im 2014. Bild von Beatrice Kopp.

Gamma-Inseli im 1956. Bild zur Verfügung gestellt von Emil Scherrer.

Das Forstteam der Korporation Sursee auf dem «anderen» Arbeitsweg.

Neue Bäume wurden gepflanzt.

Der Weg wurde freigehauen.

Das Team war mit Herz an der Arbeit.
