Die Hitze und das Wasser
Was macht der Grundwasserspiegel?
Dauerhaft heiss und kein Regen. Wie sieht es aus mit dem Grundwasserpegel in der Region? Wir haben bei den Verantwortlichen der aquaregio AG nachgefragt. Saisonal bedingt, gäbe es aktuell einen 60% höheren Wasserverbrauch. Ein sorgfältiger Umgang mit dem Wasser helfe dabei die Versorgung nachhaltig zu sichern.
Es sei nicht aussergewöhnlich, dass im Sommer mehr Wasser verbraucht werde. Die Grundwasserpegel seien schon tief, aber man habe die Situation auch in der aktuellen Hitzeperiode im Griff. In Erinnerung bleibt dabei der Hitzesommer 2018. Damals wurde das Grundwasserpumpwerk Hofstetterfeld in Sursee aufgrund historisch tiefer Grundwasserspiegel und der Gefahr des Trockenlaufens mit reduzierter Leistung betrieben, um den Wasserdruck im Netz zu sichern. Auch um die Wasserversorgung künftig in heissen Sommern zu garantieren, wurde danach der Verbund aquaregio gegründet, um zu Spitzenzeiten Wasser aus anderen Regionen beizuziehen. Bereits vor einer Woche hat die die aquaregio sowie die ihr angeschlossenen Gemeinden folgende Empfehlung auf der Website aufgeschaltet:
«Die aktuellen Wetterbedingungen führen zu einem höheren Wasserverbrauch in unserer Region. Gleichzeitig zeigen Messungen, dass sich die Grundwasserreserven saisonal reduzieren. Aufgrund der anhaltenden Temperaturen erreicht der tägliche Wasserverbrauch aktuell das 1,5-Fache eines durchschnittlichen Tages. Die Trinkwasserversorgung ist derzeit sichergestellt. Damit dies auch langfristig so bleibt, ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Wasser sinnvoll.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Unser Trinkwasser ist ein hochwertiges Lebensmittel und eine zentrale Ressource für unsere Region. Ein sorgfältiger Umgang hilft, die Versorgung nachhaltig zu sichern - heute und in Zukunft. »
Massnahmen des Kantons gemäss Mitteilung vom 25. Juni 2025
Der Kanton schränkt Wasserentnahmen ein und verhängt ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. An vielen Messstellen sinken auch die Grundwasserstände. Die Pegel sind an den meisten Messstellen – mit Ausnahme des Reusstals – tiefer als der langjährige Mittelwasserstand, eigentliche Tiefstände wurden aber noch keine erreicht. Bleiben ergiebige Niederschläge weiterhin aus, ist im Sommer und Herbst mit Tiefständen zu rechnen. Im Norden des Kantons rufen erste Wasserversorgungen zum Wassersparen auf. Der Kanton bittet die Bevölkerung, mitzuhelfen und die empfohlenen oder angeordneten Massnahmen umzusetzen und das Trinkwasser bewusst und sparsam zu nutzen.
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